Willkommen zum Dramaka – Blog

Notizen aus dem Trainingsalltag

Ursprünglich sollte die Seite dramaka.de dazu dienen, meine neuen Angebote zum Systemischen Teamcoaching vorzustellen. Doch nachdem ich im Juni 2022 diesen Blog begonnen hatte, wurde mir klar, dass ich zuvor doch noch mancherlei Wissenswertes aus meinen früheren Kursen und Projekten zu erzählen habe…

Daher stelle ich hier verschiedene gesammelte Texte und Ideen zu den Themen Team, Theater und Theatermethoden vor, und diese werden kontinuierlich ergänzt – so jedenfalls der Plan.

Bitte vergesst nicht, den Beiträgen Eure Erfahrungen, Ergänzungen und Anmerkungen im Kommentar hinzuzufügen! Sie in den Netzwerken zu teilen, ist auch immer eine gute Idee.

Und nun viel Spaß beim Schmökern!

Daniela Vöge

Mehr über mich und das Projekt Dramaka:

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Albträume vom Theater?

Bis heute erwischen mich manchmal noch üble surreale Albträume zu Situationen, die ich auf bzw. hinter der Bühne erlebt habe. Das ist schon reichlich merkwürdig, denn tatsächlich sind diese Erlebnisse z.T. viele Jahrzehnte alt!

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Anton Tschechow: Platonov – das Inszenierungskonzept

Mit einer Theatergruppe, bestehend aus neun deutsch-, französisch- und russischsprachigen AmateurInnen, habe ich Anton Tschechows Stück „Platonov oder Die Vaterlosen“ in einer eigenen Fassung auf die Bühne gebracht.

Hier berichte ich von den einzelnen Schritten vom Originalstück bis zur Aufführung.

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Das Phänomen „Zeit“ auf der Bühne

Mit dem Faktor „Zeit“ lässt sich im Theater wunderbar experimentieren. „Zeit“ ist eine eigene Dimension, mit der die Aussage einer Szene auf ganz besondere Weise wiedergegeben, ergänzt und beeinflusst werden kann.

Welche Arten von Zeit es gibt und wie sie bearbeitet werden können zeigt diese Übersicht. Die Beispiele dazu sind eine ganz persönliche Auswahl von Stücken, die ich selbst gesehen habe.

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Wie soll ich das verstehen? – Arbeit mit Subtext

Nicht nur der gesprochene Inhalt, sondern auch die vielfältigen Nebenbedeutungen (Konnotationen) des Gesagten machen Kommunikation so gleichermaßen interessant und spannend wie missverständlich und verwirrend.

Kaum ein gesprochener Satz kommt ohne Untertöne aus; selten erlebt man in der Alltagskommunikation eine Aussage, die sich ausschließlich auf den Inhalt bezieht.

Denn meist wird dabei noch der Subtext transportiert, das heißt der gedankliche Hintergrund einer Äußerung – etwas,  was nicht direkt gesagt, aber unterschwellig gemeint ist.

Hier probieren wir den Einsatz von Subtext mal praktisch aus.

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Theaterregie lernen – mein Kursprojekt

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, Theaterregie zu lernen.

Viele beginnen als RegieassistentInnen am Theater und bekommen irgendwann selbst die Möglichkeit, Regie zu führen. Andere Wege führen über ein Studium (Schauspiel-, Musiktheaterregie, Szenografie, Geisteswissenschaften) oder aber selbständig über den Off-Bereich.

Mich als Theaterpädagogin hat interessiert, wie solch ein Regiekurs verläuft, und währenddessen konnte ich auch zwei echte Textszenen mit unterschiedlichen Inszenierungskonzepten auf die Bühne bringen. Hier erzähle ich davon.

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Netzwerkkompetenz fördern – ein Workshopbericht

Im Rahmen des Seminars „Netzwerkmanagement und Netzwerkkompetenz“ am ZAK1Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften Karlsruhe wurde ich gebeten, einen Theaterworkshop zum Thema Netzwerken zu geben, und da kam mir gleich dieses Stück in den Sinn:

1992 schrieb Peter Handke – österreichischer Literatur-Nobelpreisträger und Autor zahlreicher Theaterstücke, die genau das, nämlich Theater, thematisieren –  das Stück „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“. Das Geschehen spielt sich ausschließlich auf einem Platz ab, auf dem sich zahlreiche Figuren ohne Worte begegnen.

Die Gruppe bestand aus rd. 20 Studierenden vorwiegend naturwissenschaftlicher Fächer (als „Studium Generale“), und wir hatten einen ganzen Tag.

Da es keinen Sprechtext gibt, arbeitete ich in diesem Workshop sowohl mit Theater- als auch Tanzelementen.

Hier beschreibe ich, wie dieses Stück Ausgangspunkt für tänzerische/ körperliche Theaterarbeit war und inwiefern dies die Kompetenz, (analoge) Netzwerke zu schaffen und zu erhalten, stärken konnte.

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Die Stimme als Instrument – Texte gestalten wie die Profis

Die Stimme lässt sich wie ein Instrument schulen, und auch das gehört zum Schauspielunterricht.

Hier könnt ihr die Grundlagen des Stimmtrainings kennen lernen und üben, Texte zu gestalten wie die Profis.

Aber auch im täglichen Sprechen ist es hilfreich, bestimmte Techniken für eine gute Atmung, deutliche Aussprache und angemessenes Tempo zu kennen. Das haben wir ja schon von Mehrabian gelernt:

Erinnert ihr euch an die 38%?

Mehrabian-Kreis
vgl. Albert Mehrabian, Professor für Psychologie an der University of California (UCLA), Silent messages, Wadsworth, Belmont, California, 1971

Die „38“ in der berühmten Zahlenfolge 7 – 38 – 55 steht für die Bedeutung von Stimme und Sprache bei der Vermittlung einer Botschaft. 1967 entdeckt und in den nächsten Jahrzehnten grundsätzlich immer wieder bestätigt, schreibt die Mehrabian‐Studie neben der Körpersprache der Stimme einen hohen Einfluss auf die persönliche Wirkung zu.

Sprecherziehung/ Stimmtraining – wie geht das?

Schauspielerinnen und Schauspieler üben im Fach Sprecherziehung die Grundlagen von Atmung, Stimmvolumen, Resonanz. Anhand von Lauten, Worten, Sätzen und Übungstexten erproben sie in der gesamten Ausbildung und darüber hinaus täglich das technische Handwerkszeug: Artikulation, Modulation, Tempo, Pausierung, Rhythmus, Betonung. Die Stimme kann als Instrument gestimmt werden – mit Technik und Kontinuität. Das lohnt sich – mindestens zu 38%!

Grundsätzlich ersetzt dieser Beitrag aber keinesfalls einen Unterricht mit professionellen Sprecherzieherinnen und Sängern! Richtige Atmung, korrekte Aussprache, beherzte Lautstärke kann nur eine qualifizierte Lehrperson im direkten Kontakt vermitteln!

Ich zeige hier auf, welche Schritte ich selbst in meinen Kursen zum Sprechtraining unternommen habe, um meine erwachsenen „Schülerinnen und Schüler“ an eine starke und natürliche Vortragsweise heranzuführen. Zu den vorgestellten Übungen gebe ich selbst einige Beispiele, indem ich verschiedene Texte selbst spreche.

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Authentizität – ein neuer Aspekt für einen alten Begriff

Über den Begriff Authentizität ist schon viel geschrieben worden, doch mir fehlt ein wichtiger Aspekt dabei, den ich hier ergänzen möchte.

Im Laufe eines Tages übernehmen wir die verschiedensten Rollen, je nach Situation und Umgebung. Besonders bei bestimmten Redeanlässen vor Publikum wird das deutlich.

Wie viel von meiner eigentlichen Person steckt dabei noch in meiner Selbstdarstellung? Ist eine Präsentation nicht grundsätzlich eine permanente Verstellung meiner selbst? Oder aber muss das überhaupt kein Widerspruch sein?

Wann nun die Übereinstimmung von Rolle und Persönlichkeit gelingt, wann also der eigene Auftritt authentisch wird, zeigt dieser Beitrag.

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Augusto Boal und seine Theaterformen

In meinen Kursen zum systemischen Teamcoaching nutze ich vor allem die Methoden Statuen- und Forumtheater. Doch woher stammen diese beiden Vorgehensweisen? In diesem Beitrag stelle ich den brasilianischen Gründer Augusto Boal und sein komplexes Theaterwerk genauer vor.

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