Flipchart Dramaka Daniela Vöge

Aufbau theaterpädagogischer Einheiten

Jetzt habe ich mal tief in meine Ausbildungskiste gegriffen und ein wesentliches Element der theaterpädagogischen Arbeit herausgeholt, das bis heute unverzichtbarer Bestandteil in der Planung meiner Kurse und Workshops ist: der idealtypische Aufbau theaterpädagogischer Einheiten.

Los geht es mit dem Warm up

Warm up/ Lockerung

Nach der Begrüßung und Vorstellung geht es los mit Bewegungsspielen in der Gruppe, die anregen und motivieren und eine freundliche, aufnahmebereite Atmosphäre schaffen.

Gruppe beim Warm Up
Knotenkreis

Entspannung/ Körperbewusstsein

Dieser Teil dient in erster Linie dazu, sich mit dem Raum vertraut zu mache und sich selbst in Bezug dazu zu setzen. Ihn durchlaufen, betrachten, annehmen, experimentieren. Hier kommen auch ruhige wie lebhafte Übungen mit dem ganzen Körper zum Einsatz. Denn der Körper ist das Instrument, mit dem wir umgehen.

Interaktion in der Gruppe

Speziell wenn sich die Teilnehmenden untereinander noch nicht gut kennen, kann es hilfreich sein, vor dem eigentlichen Spiel („Spiel“ im Sinne von Improvisation oder Probe je nach Zielsetzung der Einheit) interaktive Übungen zu zweit voranzustellen. Die Konzentration auf eine Person führt die Teilnehmenden an das Spiel in einem kleinen, nicht exponierten Rahmen heran.

Gruppe bei Interaktionsübung
Interaktionsübung

Ausdrucksübung

Nun geht es aber los mit dem Training von Ausdruck, Bewegung, Stimme und allem, was zum Theater dazugehört! Hier steht sowohl der/die Einzelne als auch die Gruppe als ganzes im Fokus, das Ziel ist es, die eigene Darstellung möglichst groß und extrovertiert zu gestalten.

Körpersprache erproben
Ausdruck und Körpersprache erproben

Improvisation

Unter „Improvisation“ versteht man hier das gesteckte Ziel der Einheit, sei es eine einzelne Szene, ein eigener Auftritt oder die Entwickung einer Figur oder Erzählung zu schaffen und zu bearbeiten.

Feedback

Schließlich folgt die Abschlussrunde, ein kurzer Kommentar von jedem/ jeder Einzelnen zur Bewertung der vergangenen Einheit.

Man kann sich natürlich schon denken, dass die einzelnen Punkte in der Praxis auch mal wild hin- und hergeschoben werden. Nicht immer ist die Gruppe bereit, sich im geplanten Moment auf eine bestimmte Übung einzulassen, so dass Abläufe auch umgetauscht oder ganz gestrichen werden. Grundsätzlich aber ist dieser „idealtypische“ Ablauf gut geeignet, eine Gruppe zusammen zu führen und jeden/jede Einzelne aus sich heraus kommen zu lassen.

Das war übrigens ein Teil der SpielleiterInnen-Fortbildung mit Felicitas Jacobs. Merci, Feli!

Anmerkungen, Bemerkungen, Lob & Kritik, Tipps & Tricks bitte gleich hier im Kommentar eintragen! Und bei Gefallen auch gern teilen! Merci.

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