Perspektive im Bild

Perspektivenwechsel

Das Wort „Perspektive“ ist ein hochinteressanter Begriff. Ob in Kunst, Architektur, Psychologie, Philosophie, Literatur – in jedem dieser Bereiche wird er verwendet und bedeutet erst einmal „Blickwinkel“.

Doch daneben gibt es noch viele weitere Synonyme: Meinung, Ansicht/ Möglichkeit/ Aussicht, Übersicht/ Zukunft, Erwartung, Hoffnung oder einfach: die zweidimensionale Darstellung eines dreidimensionalen Objekts.

Oft ist es schwerer als gedacht, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen oder aber das scheinbar irrationale Handeln einer Person konkret nachzuvollziehen. Wie kann das gelingen? Hier stelle ich einige Methoden zum bewussten Perspektivenwechsel vor.

Perspektive im Schauspiel

Im Schauspiel geschieht solch ein Perspektivenwechsel permanent. Sobald eine Schauspielerin eine neue Rolle übernimmt, muss sie sich mit ihr so vertraut machen, dass sie quasi zum Schluss mit den Augen der Rolle sieht – also ihre Perspektive einnimmt. Vieles aus dem gewohnten Umfeld ändert sich während der Annäherung an die Figur:

Ort, Gegenwart (Zeit der Figur), Geschlecht, Alter, Beruf, Lebensumstände, Vergangenheit, Kleidung, Beziehung zu anderen, körperliche Eigenschaften…

In dem Zusammenhang gilt es nicht nur, sich die eigene Rolle anzueignen, sondern es müssen auch die Spielpartner und ihr Verhältnis untereinander miteinbezogen werden.

Was sind das für Figuren in der Umgebung, welche Absichten haben sie, wie geht meine eigene Figur mit ihnen um? Aber auch: was sagen andere über „mich“, wie verhalten sie sich zu mir, und gibt das weiteren Aufschluss über meine eigene Rolle?

Es handelt sich also um ein intensives Hineinversetzen in eine andere Person, das bedeutet, die Welt mit anderen Augen sehen und in dieser ihrem Charakter gemäß zu handeln. Wie dies konkret vor sich gehen kann, habe ich im Beitrag „Die Arbeit der Schauspielerin an der Rolle“ beschrieben.

Den Perspektivenwechsel gibt es natürlich nicht nur im Schauspiel – in vielen Alltagssituationen ist es erforderlich, sich in andere hinein zu denken, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten oder „über den eigenen Tellerrand“ zu schauen.

Perspektive wechseln

Oft versetzt man sich im Gespräch ganz automatisch in die Lage des anderen,  wenn man mit einem Erlebnis mitfühlt oder gemeinsam nach einer Lösung für ein Problem sucht. Doch man kann sich eine andere Perspektive auch ganz konkret erarbeiten.

In der Psychologischen Beratung gibt es eine Fülle an Herangehensweisen, um andere Menschen auf einem Weg zur Veränderung zu begleiten. Hier greifen auch die Methoden des Perspektivwechsels, die ich hier im Folgenden beschreibe. Sie dienen dazu, die Welt einmal anders zu betrachten.

W-Fragen_Stanislawski_Dramaka

Fragen

Um nun die Perspektive eines anderen Menschen (oder auch sich selbst) ganz genau zu erfahren, sind zu allererst Fragen das Mittel der Wahl:

Hier geschieht schon, was die eigene Perspektive sehr gut verändern kann – der Blick von außen (durch sich selbst oder durch andere).

Das kann man sehr gezielt und planmäßig durchführen. Beispielhaft sei hier die lösungsorientierte systemische Beratung1Der Begriff „System“ kommt aus dem griechischen und wird als grundlegender Ordnungsbegriff in der Philosophie, Naturwissenschaft und Technik verwendet. Begriffe wie soziales System oder Handlungssystem werden analog gebraucht, um das geregelte Miteinander von Menschen unter beständigem Ausgleich der Interessen bzw. Anpassung an neue Umgebungsbedingungen und Aufgaben als offenes System darzustellen. (vgl. Wörterbuch Psychologie, 2002) genannt.

Diese Methode stellt die Problemlösung im Gesamtkontext in den Vordergrund, daher wird das gesamte soziale System wie beispielsweise Schule, Familie, Beruf der Ratsuchenden mit berücksichtigt. Da sich diese Systeme wechselseitig beeinflussen, werden auch daraus folgende typische Verhaltens-und Interaktionsmuster hinterfragt.

Lösungsorientierte Fragen

Folgende Faktoren können beispielsweise Teil einer systemischen Bestandsaufnahme sein. Sie dienen dann als Hebelpunkte für Veränderung:

Man fragt nach

  1. der Person als Element des sozialen Systems: ihre Geschichte, ihr Wissen, ihre Grundhaltungen, Fähigkeiten und Überzeugungen, ihre Ziele usw.
  2. den subjektiven Deutungen der Person und den subjektiven Deutungen innerhalb des Systems. Wie bewertet die Person die Ereignisse, wie bewertet der Vorgesetzte oder wie bewerten die Kollegen die Ereignisse?
  3. den Regeln des Systems: Was sind die offiziellen und heimlichen Regeln und Vorschriften im System/ den einzelnen Systemen?

Aus dieser Bestandsaufnahme ergeben sich Ansatzpunkte für eine Lösungssuche, die grundsätzlich mit einem Perspektivwechsel einhergeht:

  1. Veränderung in Bezug auf die Person:  Diese Veränderung kann für das System und auch für die Person sinnvoll sein. Möglich sind Veränderungen der Einstellungen und Anschauungen, Wissenserwerb und anderes.
  2. Veränderung der subjektiven Deutungen: Wenn die Betroffenen lernen,
    die Situation anders einzuschätzen, kann hierdurch aus einem Problem ein neutrales Ereignis oder eine Ressource werden. Subjektive Deutungen lassen sich häufig durch Reframings (s. Kap. 2.2.) oder  zirkuläre Befragungen (s.u.) verändern oder bewusst machen.
  3. Veränderung in Bezug auf die Systemumwelt:  Ein Wohnungswechsel, neue Möbel, neue Kunden, neue Bekanntenkreise, neue Hobbys, neue Systemgrenzen    (zwei Abteilungen werden z. B. zusammengelegt) verändern Regeln und Interaktionsstrukturen im System.

Zur Klärung der Situation sind zirkuläre Fragen2Zirkuläre Frage zielen nicht auf eigene Ansichten und Meinungen, sondern auf die anderer Menschen. Dadurch ist der/die Befragte gezwungen, die Perspektive zu wechseln. Er/ sie nimmt durch diese Methode neue Sichtweisen und Positionen ein und kann im besten Fall so ihr Gegenüber besser verstehen. von entscheidender Bedeutung. Sie helfen, die eigene Sicht zu erweitern und die eigene Person gleichsam von außen wahrzunehmen.

Zirkuläre Fragen

Beispiele:

  • Wie, glaubst du, würde deine Schwester die Beziehung zwischen euren Eltern beschreiben?
  • Wenn ich die anderen jetzt fragen würde, warum sie dich immer ärgern, was glaubst du würden sie antworten?
  • Was meinst du würden die anderen wohl zu deiner Antwort sagen?
  • Herausarbeiten von Verhaltensunterschieden (wen irritiert es mehr, wenn…?, wer fühlt sich schlechter/besser, wenn…?, …)
  • Erklärungsfragen: Wie erklärst du dir, dass …?
  • Übereinstimmungsfragen: Wer teilt deine Ansicht, dass…?
  • Im Bereich von Konfliktlösungen: Was meinen Sie, wie Ihr Gegenüber Ihre Position oder ihre Ziele beschreiben würde? Wie würde Ihr Gegenüber die Situation (das Problem) sehen? Warum würde er sie (es) anders sehen können? Wer noch würde es anders sehen? Was macht Herr X, wenn Frau Y es auch so sehen würde?

Referenztransformation

In sozialen Systemen handeln Menschen aufgrund des Bildes, das sie sich von der Wirklichkeit machen. Diese Auffassung entspricht dem sog. Radikalen Konstruktivismus. Neue Handlungsmöglichkeiten können danach nur entwickelt werden, wenn die betreffende Person ihr Bild von der Wirklichkeit ändert.

Ein bekanntes System, um diese kognitive Umstrukturierung zu durchzuführen, ist von Albert Ellis entwickelt worden.  In seinem ABC-Modell teilt er den Weg von der Wahrnehmung zur Bewertung/ Handlung in folgende Schritte ein:

A
Activating experience/
auslösende Situation
Innere oder äußere Wahrnehmung, auslösendes Ereignis
B
Belief-System/
Glaubens-/ Überzeugungssystem
Subjektive Deutungen, Annahmen, Gedanken, Glaubenssätze, Konstrukte, die zum Ereignis oder Thema vorliegen oder gebildet werden.
C
Consequence/ Konsequenzen
Verhalten und Gefühle,
Handlungen oder Lösungswege, die sich aus B ergeben.

Ein Problem liegt nach dieser Deutung meistens dann vor, wenn die Konsequenzen, die sich aus den Deutungen ergeben, nicht zum gewünschten Erfolg führen. In solchen Situationen versuchen die meisten Menschen ihre Handlungen (Konsequenzen = C) im bestehenden Rahmen der Annahmen zu intensivieren. Sie machen somit mehr vom Selben und versuchen nichts grundsätzlich anderes.

Neue Lösungsmöglichkeiten ergeben sich erst, wenn der Referenzrahmen (Deutungen, Konstrukte, Annahmen = B) verändert wird.

Ähnlich verhält es sich im NLP (Neurolinguistischen Programmieren). Im NLP werden Aussagen zu Inhalten und Umständen „reframt“ , d.h. umgedeutet. Falsche, d.h. nicht zielführende, hinderliche Verknüpfungen werden aufgelöst und verändert.

Anhand von folgendem Satz kann hier einmal ein anschauliches Refraiming nachvollzogen werden. Der Ausgangssatz lautet:

„Nie nimmst du mich in den Arm – du bist gemein!“

Nun die Umdeutungsmöglichkeiten:

  • Eine andere Ursache wird gefunden: „Ich bin nicht gemein,  wenn ich dich nicht umarme – ich wollte nur deine Konzentration nicht stören.“
  • Ein anderes Ziel wird gefunden: „Ich habe das nur unterlassen, um dir zu zeigen, wie es mir häufig geht.“
  • Der Zeitrahmen wird verändert: „Wenn du an die vielen Umarmungen in den letzten Monaten denkst, bin ich dann immer noch gemein?“
  • Eine andere Evidenzstrategie wird gefunden: „Woher weißt du eigent­lich, dass es das bedeutet?“
  • Ein übergeordneter Rahmen wird gefunden: „Das sagst du nur, weil du
    von deiner eigenen Gleichgültigkeit ablenken willst.“

Psychodrama

In der Psychologischen Beratung wird die Betrachtung der eigenen Situation häufig durch Visualisierungen verstärkt. So können (Lebens-)Entscheidungen, autobiografische Wendepunkte, Verbindungen zu Familienmitgliedern oder besonderen Orten u.v.m. durch Diagramme, durch symbolische Holzklötze, durch Stühle o.ä. nach außen gebracht werden. Dadurch befinden sich Konfliktpunkte plötzlich im Raum, können be“handelt“ und konkret bewegt und verändert werden.

Daniela Vöge Dramaka Blog

Eine sehr nachdrückliche Form des Perspektivwechsels findet im sog. Psychodrama statt, begründet von Jakob Levi Moreno (1889-1974). Im Psychodrama  werden innere Bilder und Deutungen der Teilnehmenden externalisiert, auf eine „Bühne“ geholt und dort anschaulich bearbeitet.

Beschreibung

Andere „Standpunkte“ werden hier ganz wortwörtlich eingenommen. Auf diese Weise habe ich auch schon Workshops anhand von Theaterstücken durchgeführt (vgl. den Workshopbericht zu „Kaspar Hauser“).

Wichtiger Teil dieser psychodramatischen Arbeit ist der „Rollentausch“. Auch hier geht es, man hört es schon am Begriff, um Perspektivenwechsel.

Dieser kann zur Klärung und Veränderung einer realen Beziehungserfahrung genutzt wer­den. Aber auch eine dialogische Auseinandersetzung mit „inneren Anteilen“, sogar mit Symptomen (z. B. Unsicherheit, Faulheit, Wut, Projekten, Plänen, Schnupfen, Rückenschmerzen…) ist möglich.

Der Rollentausch ist kein Nachstellen einer bekannten Wirklichkeit, sondern er ermöglicht neue Handlungsoptionen. Die Teilnehmenden lernen ihr Ge­genüber in seiner Rolle kennen und auch als Mensch mit Bedürfnissen und Emotionen. Das verändert die Sicht auf das Gegenüber. Nicht durch Nachdenken, sondern durch Erleben, Einfühlen und Erfahren „in den Schuhen des anderen“.

Ablauf

  1. Die Teilnehmende (TN) wird aufgefordert, sich vorzustellen, dass die Person, mit der es etwas zu klären gibt, auf einem bestimmten Stuhl sitzt. Sie wird dann aufgefordert, zu dieser Person zu sagen, was sie sagen möchte.
  2. Nun folgt das Tauschen. Nachdem die Teilnehmende auf dem zuvor leeren Stuhl des Gegenübers sitzt, wird sie angesprochen wie die Person, die dort zuvor nur imaginiert wurde.
  3. Rolleninterview/ – einfühlung: Der TN  werden verschiedene Fragen gestellt, die an diese betreffende Person gerichtet sind der sich auf diese Weise langsam in die betreffende Person hineindenkt und -fühlt.
  4. TN-Aussagen wiederholen: Jetzt werden die TN-Aussagen vom leeren Stuhl aus wiederholt.
  5. Zurücktauschen: Jetzt wird die TN gefragt,was das mit ihr macht. Sie wird aufgefordert, dem Gegenüber zu antworten. Auf diese Weise entsteht ein Dialog.

Erfahrungsgemäß ist diese Form der Einfühlung, so abstrakt oder technisch sie in diesem Beitrag auch erscheint, ein sehr wirkmächtiges Mittel, um den Standpunkt einer anderen Person zu erleben. Meine Teilnehmenden waren regelmäßig sehr involviert und berührt.

Nicht immer müssen es äußere Umstände sein, die getauscht werden: man kann auch sein eigenes Inneres bzw. seine eigenen inneren Anteile befragen – und von denen gibt es erstaunlich viele!

Das innere Team

Im sog. „Reflecting Team“ werden Empfindungen, Gedanken, Erfahrungen u.ä. im Team gesammelt und geteilt. Dieses Team hat Friedemann Schulz von Thun auch in jedem einzelnen Menschen geortet.

Auch Schulz von Thun hat einen systemischen Ansatz. Damit lässt er die einzelnen Facetten der jeweiligen Persönlichkeit im wahrsten Sinne zu Wort kommen.

Inneres Team Dramaka

in einem Entscheidungsdilemma – beispielhaft die Frage, ob ich eine Weiterbildung beginnen sollte – könnten sich damit äußern:

Die Zweiflerin: Bringt mir das überhaupt was?

Die Faule: Zusätzliche Arbeit!

Die Neugierige: Neues zu lernen macht Spaß!

Die Ungeduldige: Ich müsste noch viel mehr Weiterbildungen machen.

Die Neidische: Andere können das schon längst.

Die Engagierte: Los geht’s!

Durch diese Betrachtungsweise bekommen sogar sog. negative Gefühle einen anderen, höheren Stellenwert. Dagmar Kumbler hat dies in ihrem Beitrag „Neid. Ansätze zur Ehrenrettung eines verpönten Gefühls“ (in: Schulz von Thun/ Stegemann 2021, S. 206-221) sehr eindrucksvoll ausgeführt. Lesetipp!

Neue Perspektiven anwenden

Stellen wir einmal uns selbst in den Hintergrund und versuchen, den oder die andere in ihrem Denken nachzuvollziehen, hat das ziemlich viele Vorteile.

Denn wenn wir in einem Moment der Aufmerksamkeit registrieren können, dass die Aktion des Gegenübers eher aus einer Stress- oder Angstreaktion heraus geschieht, ist es viel einfacher, gelassen und verständnisvoll damit umzugehen.

Nun, soweit die Theorie. Doch in der Tat: Wenn es uns gelingt, diesen Transfer zu bewerkstelligen, gelingt es uns sehr viel besser, die verschiedenen kommunikativen Herausforderungen zu bewältigen, die uns im Zusammenhang mit anderen Menschen oft begegnen.

Rollenwechsel

Wir sind nicht immer wir selbst. Viele Rollen in unserem Leben erfordern unterschiedliche Handlungsweisen. Als Arbeitnehmer, Mitarbeiterin, Chef, als Mutter, Vater, als Freund/ Freundin, als Tochter, Sohn und Nachbar, als Kundin, Gesprächspartnerin bin ich immer in anderen Situationen involviert und gefordert.

Das gilt natürlich auch für andere. Wenn wir uns bewusst machen, in welcher Situation bzw. aus welcher Rolle heraus der/die andere heraus gerade handelt, ist es leichter, manche Handlungsweisen nachzuvollziehen.

Darüber hinaus gelingt es im Bewusstsein darüber, in welcher Rolle ich mich selbst gerade befinde, sehr viel besser, authentisch zu sein (vgl. dazu den Beitrag „Authentizität – ein neuer Aspekt für einen alten Begriff“).

Konfliktlösung

In der Mediation ist ein grundlegender Baustein die Klärung der Standpunkte der beteiligten Personen im Konfliktfall. Es soll eine Lösung gefunden werden, die beiden Seiten, ihren Interessen und Bedürfnissen, entspricht. Diesen Prozess leiten neutrale MediatorInnen, deren Aufgabe es u.a. ist, den Beteiligten zu einem umfangreichen gegenseitigen Verständnis zu verhelfen. Auch hier werden Methoden angewendet, die es erlauben, sich in den anderen hinein zu versetzen und die gegenteiligen Standpunkte nachzuvollziehen.

Innere Konflikte können im Rahmen einer Gruppe sehr gut mit dem Psychodrama bearbeitet werden, weil dort  andere Teilnehmende zur Verfügung stehen, die die nötigen Rollen übernehmen. Aber auch die selbständige Befragung der inneren Anteile („inneres Team“) kann helfen, eine eigene Konfliktsituation klarer zu sehen.

Selbsterfahrung

Sich in eine andere, fremde Situation hinein zu denken kann eine tiefgreifende Erfahrung sein. Es lohnt sich, einmal den eigenen Horizont, der über die eigenen Erlebnisse und Wahrnehmungen hinausgeht, zu erweitern. Durch das Nachvollziehen anderer Denkweisen gelingt es, die Kommunikation mit anderen nachhaltig zu verbessern.

Darüber hinaus ist solch ein Perspektivenwechsel auch ein Instrument zur Verbesserung der Kreativität:

Von Walt Disney wird erzählt, er habe einen Sessel gehabt, der ausschließlich zum kreativen Träumen bestimmt war. Dort seien Zweifel oder rationales Denken nicht erlaubt gewesen.

Erst wenn er für ein Projekt genügend innere Bilder, Träume, Ideen und Ziele gesammelt hatte (Visionär), setzte er sich in einen anderen Sessel, der für das realistische Planen, Durchdenken oder konstruktive Kritisieren (Kritiker) gedacht war. Schließlich folgte der Sessel für das rationale Planen (Realist).

So kam er durch einen selbst durchgeführten Perspektivenwechsel zu Lösungen für seine Aufgaben. Dieses Vorgehen ist sogar als „Walt-Disney-Methode“ bekannt geworden.

Quellen / Literaturhinweise

  • Ameln, F. von, Gerstmann, R., Kramer, J. (Hg.), Psychodrama, Heidelberg 22009, S. 71ff.
  • Migge, Björn, Fernkurs Personal Coach, Studienheft PBC0 01 + 03 + 05 + 11, Darmstadt 2010
  • Schulz von Thun, Friedemann/ Stegemann, Wibke (Hg.), Das innere Team in Aktion. Praktische Arbeit mit dem Modell, 132021, S. 206ff.
  • Stangl, W., Zirkuläres Fragen – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. https://lexikon.stangl.eu/1017/zirkulaeres-fragen [08.12.2022]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert